AdWords Account ist futsch – dann eben doch wieder SEO…
Tja, so schnell kann´s gehen. Bevor ich mich in den Urlaub verabschiedet habe, hat mir Google noch eine kleine Nachricht mit auf den Weg gegeben, dass mein AdWords-Account deaktiviert wurde. Und zwar wegen wiederholtem Schalten von “Werbung für Anzeigen mit pornografischen, erotischen oder anderen sexuell expliziten Inhalten mit Deutschland als Zielland”.
Die Geschichte dahinter möchte ich der Öffentlichkeit nicht vorenthalten:
Das erste mal wurde ich diesebezüglich vor ca. 1 1/2 Jahren verwarnt, wegen einer Geschenke-Seite. Dort hatte ich unter anderm für den Playboy-Shop geworben. Mit einem 100×100 Pixel-Bild, dass eine hübsche Maid mit Schal zeigt. Wenn man ganz genau hinsieht, kann man einen Pixel erkennen, der wohl eine halbe Brustwarze darstellt. Das entsprechende Bild könnt ihr euch bei den Werbemitteln für dieses Partnerprogramm (bei affilinet) gerne selbst ansehen. Sorry, das hatte ich echt übersehen. Und selbst wenn ich es gesehen hätte, hätte ich nie gedacht, dass das für Google zu erotisch ist. Aber das muss man verstehen. Ich kenn mich da net so aus. Ich bin schließlich schon ein paar Jahre verheiratet.
Das Schlimme daran war damals, dass man mir nichtmal genau sagen konnte, welches Bild denn nicht den Richtlinien entspricht. Nach mehrmaliger Nachfrage wurde mir nämlich ein Bild genannt, dass definitiv NICHT gegen die Google-Richtlinien verstößt. Also hab ich damals ein paar Bilder rausgenommen, und die betroffenen Kampagnen geringfügig editiert, damit sie wieder aktiv werden. Nachdem die Kampagnen danach wieder deaktiviert wurden und ich ein paar mails mit dem Support gewechselt habe, hat man dann doch bemerkt, dass es sich um keine Porno-Seite handelt und hat die Kampagnen wieder aktiviert.
So weit so gut.
Nun habe ich vor kurzem eine Testkampagne für das Keyword “Kondome” geschaltet. Das ist offensichtlich prinzipiell erlaubt – finden sich doch dutzende Anzeigen zu diesem Keyword. Ursprünglich wollte ich die Domain während des Testlaufs zu einem Versandhaus weiterleiten. Nachdem dieses meine Bewerbung mit leerer Domain abgelehnt hatte, habe ich kurzfristig umdisponiert – auf einen Erotik-Shop. OK, das war dumm – ich weiß. Ich hab einfach nicht aufgepasst. Daraufhin hat Google meinen Account ohne jede weitere Warnung deaktiviert (die Kampagne hatte bis dahin 9 – in Worten: neun – Klicks).
Anfragen wurden lediglich mit Textbausteinen beantwortet. Und das ist das, was mich wirklich sauer macht. In den letzten 6 Monaten habe ich über 100k Euronen an Google gezahlt. Da erwarte ich mir zumindest, dass sich jemand meinen Fall einmal 2 Minuten ansieht, anstatt einfach ein paar Buttons zu klicken. Wenn man mir DANN sagt, dass die Verstöße so grob waren, dass eine weitere Schaltung von Anzeigen nicht in Frage kommt, muss ich das akzeptieren. Was ich mir aber kaum Vorstellen kann. Denn eine Verhältnismäßigkeit ist hier nichtmal annähernd gegeben.
Ich könnte jetzt eine eigene Firma gründen, mit der ich die AdWords dann wohl wieder schalten könnte. Nur sind mir solche Spielchen einfach zu blöd.
Aber gut. Wenn Google mein Geld nicht will, dann bekommen es eben die Blogger
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Am 16. Juni 2007 um 19:45 Uhr
Damn, 100.000,- Euro in 6 Monaten – und dann sage nochmal einer Affiliates wären alle so klein und für Google so unbedeutend…
Ich hab dir ja schon gesagt, daß ich denke, daß G dich wieder freischalten wird früher oder später und ich drück dir natürlich fest die Daumen!
Am 16. Juni 2007 um 21:36 Uhr
[...] Berichte, Abenteuer und Meinungen aus dem Leben eines Affiliates* * was is´n das? « AdWords Account ist futsch – dann eben doch wieder SEO… [...]
Am 16. Juni 2007 um 22:36 Uhr
[...] war so nett und hat Markus den AdWords-Account deaktiviert. Wohl wegen Lappalien, ärgerlich wird es aber erst wenn Google statt mit einer vernünftigen [...]
Am 16. Juni 2007 um 22:48 Uhr
Wartest du jetzt auf eine Reaktivierung oder erstellst du einfach einen neuen Account? Übrigens wurde ich auch schon einmal verwarnt, obwohl ich nur einen Usenet Anbieter beworben habe
Am 16. Juni 2007 um 23:01 Uhr
[...] ärgerlich, dass Google den Adwords Account von Markus unangekündigt deaktiviert hat. Auf Anfragen gab es nicht einmal eine begründete Antwort von Google. Nun sucht Markus [...]
Am 16. Juni 2007 um 23:07 Uhr
In der letzten mail stand ganz klar, dass die Deaktivierung unwiderruflich ist, und dass ich mich nicht mehr an den Support wenden soll, weil mir der auch nicht weiter helfen kann.
Außerdem werden auch keine Anzeigen über einen neuen Account akzeptiert. Einfach neuen Account anlegen und weitermachen ist also nicht. Um wirklich sicher zu gehen, müsste ich wohl eine Kapitalgesellschaft gründen, über die ich dann die Anzeigen schalte – das müsste funktionieren. Aber wie schon im Artikel beschrieben, solche Spielchen sind halt nicht mein Ding.
Am 16. Juni 2007 um 23:28 Uhr
Naja, es müsste ja auch gehen, wenn du Anzeigen mit anderen Domains schaltest…
Am 16. Juni 2007 um 23:54 Uhr
Ohne es versucht zu haben, denke ich doch, dass da bei Google wo ein Lämpchen aufleuchtet, wenn ich mich mit gleichem Namen und gleicher Adresse neu anmelde.
Am 17. Juni 2007 um 00:58 Uhr
Wie schauts mit ner Ltd aus? Da hättest du deinen neuen Name und Adresse
Wobei ein neues Konto / Kreditkarte auch benötigt wird, hab ich mir mal sagen lassen.
Am 17. Juni 2007 um 01:06 Uhr
Ja, genauso würde wohl die naheliegendste (weil einfachste/günstigste) Lösung aussehen. Ein bisschen wart ich noch ab ob sich da noch irgendwas bewegt und wäge auch noch ein paar Alternativen ab. Mal schaun…
Am 17. Juni 2007 um 10:11 Uhr
[...] hat Ärger mit seinem Adwords Account, dieser wurde ihm aus etwas merkwürdigen Günden deaktiviert. Wie so oft, gab es auch in [...]
Am 17. Juni 2007 um 11:34 Uhr
[...] Markus hat viel Geld investiert. Nach eigenen Angaben waren es ganze 100.000 € in den letzten 6 Monaten. Dennoch sperrt man ihm seinen Adwords-Account aus fadenscheinigen Gründen und versperrt ihm den Support. Offenbar hat Google schon zu viele Kunden? [...]
Am 17. Juni 2007 um 12:30 Uhr
[...] auch nicht davor zurück, einen gesamten Adwords Account auf Grund von Lapalien zu schließen. So geschehen bei Markus, im deutschsprachigen Raum mit Einbuchungen im Wert von etwa 200.000 Euro im Jahr kein kleiner [...]
Am 17. Juni 2007 um 21:53 Uhr
Uh,…autsch! Ich hasse Google mittlerweile. Ich gebe es oeffentlich zu. Alle Google Accounts die eh ueberfluessig waren wurden geloescht, alles andere wird nach den Auszahlungen gemacht.
Drecksverein. Das Internet ist ja so ziehmlich das demokratischste Medium was es gibt…das muss man andere Alternativen finden als beim selben Anbieter unter anderem Namen unter zu kommen. Ich rate davon auf jeden Fall ab.
Good Luck!
Jab
Am 17. Juni 2007 um 22:12 Uhr
>das muss man andere Alternativen finden als beim selben Anbieter unter anderem Namen unter zu kommen
So sehe ich das im Prinzip auch, daher kann ich mich mit dieser (Not-)Lösung auch nicht ganz so anfreunden. Ich dneke aber auch, dass ich eine bessere finden werde.
Am 17. Juni 2007 um 22:44 Uhr
Alternativ stehen ja noch Yahoo Search Marketing und Miva für PPC Marketing zur Verfügung…
Am 17. Juni 2007 um 23:04 Uhr
Weißt du wieviel bzw. wie wenig Traffic über YSM und besonders MIVA in Deutschland so rüberkommt?
Am 18. Juni 2007 um 00:22 Uhr
Hm, ich lese das richtig, du bist bei Adwords rausgeflogen, nicht bei Adsense, oder ?
Das ist schon ein wenig krass, aber wenn es nur am Account scheitert… Du bist doch in Nürnberg, oder ?
Am 18. Juni 2007 um 01:23 Uhr
lol. du honk! du verdienst doch nie im leben genug, um 100k an google zu zahlen.
kind lol
Am 18. Juni 2007 um 05:05 Uhr
@gsyi
abgesehen von der geringen Reichweite habe ich das Problem, dass die größte Kampagne einen max. CPC von 10 Cent zulässt. Damit fällt YSM – zumindest derzeit – als Alternative weg.
@Frank
Ja, es geht um AdWords (AdSense hab ich kaum im Einsatz) und ja, ich komme nach Nürnberg. Ist denn schon sicher, dass du auch kommst? Hab ja schon angekündigt, dass ich dir bei der Gelegenheit gleich einen Affilinator abnehmen werde: http://my.affiliate-life.at/gesprachsrunde-in-nurnberg – das war durchaus ernst gemeint (auch wenn es sich vielleicht nicht ganz so liest).
Aber ich gehe davon aus, dass das Problem bis dahin gelöst ist.
@lol
1. Woher willst du das wisssen?
2. Warum sollte ich es schreiben, wenn es nicht stimmt?
3. Scheinst du das Prinzip von PPC-Werbung nicht ganz verstanden zu haben. Der Sinn der Sache ist, dass man mehr einnimmt, als man ausgibt. Ich brauche also keine 100k auf dem Konto zu haben, wenn ich die im Laufe eines halben Jahres für PPC-Anzeigen ausgebe.
Am 18. Juni 2007 um 09:35 Uhr
Ha ich das Überlesen oder du nachträglich zugefügt ?
Ich soll das Skript doch nicht wirklich auf einen Stick packen, oder ?(-.
ebay kannst du natürlich ausschalten – wenn du das willst.
Nürnberg ist gedanklich fest geplant, muss mich nur mal in Ruhe hinsetzen und über Anreise, Hotel und Sponsoring nachdenken.
100k im Jahr für Adwords finde ich auch schon heftig, da freue ich mich auf unser Gespräch, denn gerade bei einem CPC max von 10 Cent sind das ja schon massig Keywords und Views.
In dem Bereich sind wir ja auch recht aktiv (und könnten Hilfe brauchen (-:), aber obwohl ich Tausende eingestellt habe würde ich nicht auf den Betrag kommen (arbeite eh schon ohne Limit, aber nichts…).
Am 18. Juni 2007 um 10:02 Uhr
[...] Markus Burkert berichtet, wie Google seinen AdWords Account gesperrt hat, nachdem er sich zwei kleine Minivopats erlaubt hat, die völlig belanglos sind. Für Google nicht, denn Google hat ja schließlich keinen Kundensupport, wie wir ihn kennen, sondern vielmehr einen “Support kostet nur”-Support:)) [...]
Am 18. Juni 2007 um 11:05 Uhr
“100k im Jahr für Adwords finde ich auch schon heftig”
@ Frank: Markus ist zu bescheiden es zu korrigieren, aber es waren 100.000 in nur 6 Monaten bei ihm. Aber ich kenne das mit dem überfliegen von Texten
Am 18. Juni 2007 um 11:37 Uhr
@Frank
Hast du überlesen, das stand schon da.
Nein, dass du den Affilinator physisch mitnehmen muss, war natürlich nicht ernst gemeint. Dass ich dir einen abkaufe aber schon. Vielleicht schaff ich es ja sogar schon vorher, dann können wir gleich in paar Fragen klären, die sicher aufkommen
Am 18. Juni 2007 um 12:28 Uhr
Mail mich vorher mal an, muss mal schauen wir das mit der Steuer ist und dachte auch an eine kleine Nürnberg Rabattaktion…
Fragen sind kein Problem, so lange wir nicht den ganzen Abend über technische Codes sprechen müssen )-:
Am 19. Juni 2007 um 09:33 Uhr
[...] einigen Ecken des Internets hört man negative Töne über Google (hier, hier, hier), vor allem, dass Adwords-Konten von Werbekunden deaktiviert werden oder Mindestgebote auf [...]
Am 22. Juni 2007 um 16:03 Uhr
[...] gab es dann ein eher individuelles Problem mit Google, das Markus Burkert getroffen hat (gefunden bei Robert Basic), das aber gut ins Bild passt. Und schließlich lese ich [...]
Am 4. Juli 2007 um 17:11 Uhr
[...] Jungs und Mädels von Google-Adwords haben Markus geärgert und da stellt sich doch die Frage: Ist man als SEM-Affiliate von Google [...]
Am 23. November 2007 um 10:48 Uhr
nicht böse sein aber: wenn du schon erfahrungen gemacht hast und die sensibilität von google kennst, ist das mit dem erotik-shop ziemlich doof gewesen. sorry.
Das liegt auch nicht an google selber: die Beteiber der Webseiten wollen einfach solche werbung nicht. es ist von google auch garantiert, dass solche werbung nicht bei adsense auftaucht. damit ist es logisch, wenn die da sensibel sind.
probier doch einfach einen Mitbewerber wie contaxe (hab darüber gebloggt: http://saibot-blog.blogspot.com/2007/10/contaxe-als-alternative.html)!
schöne Grüße
Am 23. November 2007 um 13:44 Uhr
1. dass das mit dem Erotik-Shop dumm war, ist ja unbestritten. Dafür die Zusammenarbeit auf immer zu ewig zu beenden ist nur völlig unverhältnismäßig. Bei einer Agentur wird so eine Anzeige nichtmal deaktiviert, da wird erstmal angerufen.
2. Die Anzeige war nicht im Content-Netzwerk – also nix mit AdSense. Das liegt sehr wohl an Google selber. Das spielt aber keine Rolle, darum geht´s ja net.
Am 22. Januar 2008 um 23:07 Uhr
Naja, bei mir wurde die Adwords-Kampagne gestoppt, weil die in der Anzeige unten dargestellte URL länger als 35 Zeichen war und nicht in den Rahmen der Anzeige reinpasste. Bei 35 Buchstaben ist eben Schluß. Die beantragte Sondergenehmigung für das Weglassen der letzten Buchstaben wurde nach ca. 10 Tagen abgelehnt (zwischenzeitlich lief das paar Tage). Tja, da kann Adwords eben kein Geld von mir bekommen. Ist doch nicht mein Fehler, wenn deren URL-Eingabefeld zu kurz und der Linktext zu groß ist. Dort bin ich Werbekunde, und eigentlich haben Kunden immer recht.
Am 15. Februar 2008 um 08:11 Uhr
Fakt 1: Google verhält sich unglaublich arrogant und kundenfern.
Fakt 2: Wenn ich mit dem Auto zu schnell unterwegs bin und von der Stasi erwischt werde, muss ich für eine begrenzte Zeit den Lappen abgeben, was auch ok ist – bei Google gibts Lebenslänglich, für Fahrer, Beifahrer und alle deine Freunde.
Fakt 3: Google ist auf dem besten Weg zu einem Informationsmonster mit Monopolstellung, welches es so in der Geschichte noch nicht gegeben hat.
Fakt 4: Google gibt sich alle Mühe, Intransparent zu sein. Persönliche Ansprechpartner gleich Null. Und wenn man doch einen erwischt, gibts vorgefertigte Kost – “Da dürfen wir keine Auskunft erteilen”.
Fakt 5: Jeder kleine einzelne Webmaster hat mit seinen pieseligen Adsense Anzeigen und Inhalten für die Organischen SERPS zu Joogles “Erfolg” beigetragen.
Ich hoffe sehr, daß Microhoo oder wer auch immer kommt, um wieder etwas frischen Wind in dieses Business zu bringen, alles andere tut dem Internet nicht gut.
PS: Ja, ich habe NOCH einen Adwords Acc.