Ist Affiliate Marketing ineffizient?
Zwar nicht mehr ganz druckfrisch aber erst gestern von mir bei styropor.digital entdeckt ist eine Befragung von eMarketer über die Effizienz der einzelnen Formen des Online-Marketing.
Bei der AdTech wurden rund 300 Besucher gefragt, welche Werbeform Ihrer Meinung nach den besten ROI bringt (Mehrfachantwort möglich). Der für mich überraschende Sieger sind Paid search ads (als etwa Google AdWords) mit 49%. Dahinter liegt E-Mail-Marketing mit Inhouse-Datenbank (47%) an zweiter Stelle. Dass Newsletter an bestehende Kunden einen guten ROI bringen, ist jetzt wenig überraschend. Nur müssen diese Kunden auch erst einmal durch andere Werbe-Aktivitäten gewonnen werden. Auf Platz 3 folgt SEO mit 45%. Affiliate Marketing kommt mit 25% erst auf Platz 7, grade mal einen Platz vor Pop-Ups.
Was mich vor allem überrascht, ist die große Differnz zwischen den Paid search ads und Affiliate Marketing. Ich hätte bei diesen beiden Werbeformen eigentlich annähernd gleiche ROIs erwartet.
Interessant ist auch der Vergleich zu den Ergebnissen des Vorjahres: SEO konnte um 12% zulegen – bei allen anderen Werbeformen hat die Effizienz scheinbar nachgelassen.
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Am 8. März 2007 um 09:14 Uhr
Hallo Markus,
was meinst du damit, daß man mit der selben Gewinnmarge kalkuliert?
Es wurden wohl Merchants / Produktanbieter gefragt, wie sie ihre Produkte an den Mann bringen. Wenn diese jetzt bei Google Adwords buchen kommt meist ein anderer CPO dabei raus, als wenn sie ein Affiliate Programm aufsetzen.
Paid Search hat meist schon den niedrigeren CPO (abhängig von den Keywords), aber es hat andere Nachteile gegenüber Affiliate Marketing.
Am 8. März 2007 um 09:48 Uhr
Den Satz mit der Gewinnmarge hab ich gleich gestrichen – war eine blöde Formulierung. Aufgrund der großen Konkurrenz bei paid search, hätte ich eigentlich nicht gedacht, dass da idR ein offenbar deutlich niedrigerer CPO machbar ist.
Am 8. März 2007 um 10:15 Uhr
Hallo Markus,
ich kann die Umfrage so bestätigen. Beim PP legt man ja am Anfang fest wie viel man pro Sale ausgeben kann. Diese Provision wird in der Regel schon sehr hoch angesetzt da die Konkurrenz stark ist und die Affiliates (zu Recht) gut entlohnt werden wollen. Das bedeutet man kommt von diesem eingestellten CPO nicht mehr weg.
Beim Keyword Advertising bin ich Herr über meinen CPO und kann ihn mit ein wenig Erfahrung relativ genau steuern. In den Fällen die kenne ist der CPO bei Sumas besser. Das kann natürlich bei anderen ganz anders aussehen.
Der Beliebtheit des Affiliate-Marketing bei Merchants schadet der hohe CPO allerdings nicht weil mit wenig Aufwand sehr viele Käufer mehr erreicht werden
Fazit: Ineffizient Nein – Hoher CPO Ja
Gruß Las
Am 8. März 2007 um 10:34 Uhr
Danke Las, dein Fazit bringt´s auf den Punkt.
Am 8. März 2007 um 16:39 Uhr
Hallo Las,
ich würde sagen beim Paid Search ist immer noch Meister Google “Herr über deinen CPO” – wenn ihm z.B. deine Landing Page nicht passt, setzt er den Klickpreis mal eben auf 4,00 € hoch, kennst du sicher.
Und das ist der Nachteil beim Paid Search.
Am 9. März 2007 um 10:04 Uhr
Hallo Henning, Hab davon gelesen. Mir ist es noch nicht so ergangen. Ich kenne die Conversionrates meiner Keywords und die Klickpreise also kann ich meinen CPO ganz gut regulieren. Das Google in letzter Zeit gerne am Qualitätsfaktor schraubt weiss ich. Ist aber nicht die Regel. Bei mir bleibt alles recht konstant. Keine wilden Ausschläge nach allen Seiten. Aber das kann ja bei Dir ganz anders sein …
Am 18. April 2007 um 17:18 Uhr
[...] Suchmaschinen-Marketing wächst deutlich stärker als Affiliate Marketing und ist wohl idR auch effizienter. In diesem Bereich (Anm: CPA) hat Google auch nach der Übernahme keinen bedeutsamen [...]