Punktgenaue Analyse mit Timestamp als SubID
Um den Erfolg einer (z.B. AdWords-)Kampagne zu analysieren, ist es am einfachsten, Einnahmen uns Ausgaben einer best. Zeitperiode gegenüberzustellen. Da viele Leads und vor allem Sales aber nicht unmittelbar nach dem Klick, sondern z.T. erst einige Tage oder gar Wochen später erfolgen, ergibt sich hier eine gewisse Unschärfe. Gerade wenn man in einem recht umkämpften Umfeld mit geringen Margen aktiv ist, macht es oft Sinn, diese Unschärfe zu beseitigen. Das kann man mit Hilfe eines Timestamps, den man als SubID übergibt.
Je nachdem ob man mit eigenen Landingpages arbeitet, oder direkt auf die Merchant-Seite weiterleitet, gibt es hier zwei unterschiedliche Vorgehensweisen. Bei beiden Beispielen gehe ich davon aus, dass wir nicht nur das Datum, sondern auch den Kampagnen-Namen aus SubID übergeben. Wie das geht, ist hier nachzulesen.
1. direkte Weiterleitung
Da es mit AdWords leider nicht möglich ist, das Datum direkt als Variable zu übergeben, kommt man nicht daran vorbei, eine eigene php-Seite dazwischen zu schalten, die das Datum in den Affiliate-Link einfügt und dann dorthin weiterleitet.
Die php-Datei hat dann folgenden Inhalt:
<?php
$datum = date(“d.m.Y”);
header(“Status: 301 Moved Permanently”);
header(“Location:http://partners.webmasterplan.com/click.asp?
ref=999999&site=9999&type=text&tnb=99&subid=$datum-$campaign”);
exit;
?>
Ich habe hier als Beispiel wieder einen Link von affilinet verwendet. Den Zeilenumbruch nach dem click.asp? muss man natürlich rausnehmen. Der war hier nur aus Design-Gründen notwendig.
2. Timestamps als SubIDs auf Landingpages
Wie schon hier beschrieben muss bei Verwendung von Landingpages zunächst ein Cookie gesetzt werden. Theoretisch müsste man dazu auf der Landingpage folgenden Code einfügen:
<?php
$datum = date(“d.m.Y”);
$subid = (“$datum-$campaign”);
setcookie(”referrer”, $subid);
?>
Hier ergibt sich allerdings ein Problem: wenn ein Besucher am Tag x auf die AdWords Kampagne klickt, und dann am Tag y die Landingpage direkt besucht, wird der Cookie mit dem Datum y überschrieben. Da man die Einnahmen aber dem AdWords-Klick – und somit dem Tag x – zuordnen möchte, geht man am besten auch hier den Weg über eine Weiterleitung. Man erstellt also eine eigene Datei (z.B. redirect.php) mit folgendem Inhalt:
<?php
$datum = date(“d.m.Y”);
$subid = (“$datum-$campaign”);
setcookie(”referrer”, $subid);
header(“Status: 301 Moved Permanently”);
header(“Location:http://www.deinelandingpage.de”);
exit;
?>
deinelandingpage.de musst du natürlich durch deine Landingpage-URL ersetzen. Alterntativ dazu kannst du dir aber auch die Domain registrieren – die ist noch frei
Auf der Landingpage muss man dann wie gehabt den Inhalt des Cookies als SubID einsetzen. Bei affilinet sieht das dann z.B. so aus (Zeilenumbrüche wieder rausnehmen):
http://partners.webmasterplan.com/click.asp?
ref=999999&site=9999&type=text&tnb=99&subid=<?php echo$_COOKIE[’referrer’]; ?>
Die SubID hat in beiden angeführten Fällen das Format “23.04.2007-kampagnenname”. D.h. es müssen neben Zahlen und Buchstaben auch Punkt und Minus als Zeichen verwendet werden können. Ist das nicht möglich, muss man andere (oder gar keine) Trennzeichen verwenden. Bei zanox sind nur Zahlen möglich, bei Tradedoubler sind nur Zahlen und Buchstaben möglich. Dort kann man allerdings zwei Parameter (epi und epi2) übergeben. Bei den meisten anderen Netzwerken sollte es mit diesem Format klappen.
Die Analyse
Wenn man das ganze dann auch wirklich genau analysieren möchte, muss man bedenken, dass der Zeitraum, den man analysieren möchte, schon ein bisschen zurück liegen sollte. Wenn ich heute eine Testkampagne analysiere, die gestern gelaufen ist, macht der Timestamp nicht besonders viel Sinn. Schließlich dient er ja dazu, die Verkäufe zu erfassen (oder besser gesagt zuzuordnen), die auch Tage oder Wochen nach dem Klick erfolgt sind. In den meisten Fällen wird eine Woche ausreichen, um eine recht genaue Analyse zu bekommen. Wenn man allerdings eine Landingpage hat, die häufig wiederbesucht wird (z.B. über Bookmarks), macht eine längere Wartezeit Sinn, um den Erfolg genau zu analysieren.
Tipp: bei Tradedoubler kann man sich den Timestamp sparen
Denn bei Tradedoubler findet man in den Statistiken bei jedem Sale auch den Zeitpunkt des Klicks (als meines Wissens einziges Netzwerk – sollte dem nicht so sein, wäre ich für einen Hinweis in den Kommentaren dankbar). Somit kann man sich zumindest dann den Timestamp auf jeden Fall sparen, wenn man direkt auf die Merchantseite weiterleitet. Wenn man (vor allem häufig wiederbesuchte) Landingpages bewirbt, macht allerdings auch hier ein Timestamp Sinn. Denn in den Tradedoubler-Statistiken kann naturgemäß nur der Zeitpunkt des Klicks des Affiliate-Links aufscheinen, der in diesem Fall ja auch Tage oder Wochen nach dem AdWords-Klick erfolgen kann.
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Am 23. April 2007 um 11:17 Uhr
Wow – ich dachte du kannst kein PHP?!
Ich komme mal bei dir vorbei und dann schau ich mir mal deine ganzen selbstgebastelten Skripte und SubID-Geschichten genauer an.
Am 23. April 2007 um 11:28 Uhr
>Wow – ich dachte du kannst kein PHP?!
Kann ich auch nicht. Die paar Befehle kann man sich mit Hilfe von Google aber selbst zusammensuchen – auch wenn man selbst nicht wirklich PHP kann.
Am 23. April 2007 um 18:29 Uhr
Gibt es eigentlich bereits eine kommerzielle Softwarelösung für die ganzen Subid-Geschichte. Wenn man alles manuell macht, ist es ja ziemlich aufwendig…
Am 23. April 2007 um 19:40 Uhr
Von einer käuflich erwerbbaren Softwarelösung dafür wüsste ich nichts. Dass SEM-Agenturen und Affiliates, die das in großem Stil betreiben, dafür (selbst)programmierte Lösungen haben, ist wohl anzunehmen.
Am 23. April 2007 um 19:47 Uhr
Eine selbstprogrammierte Lösung haben wir zwar bereits, aber die CSV Dateien (Sub-ID Auswertun) müssen wir noch manuell analysieren. Wäre wirklich cool, wenn dafür was geben würde
Am 9. Mai 2007 um 13:01 Uhr
[...] CJ den Zeitpunkt des Klicks, der zur genauen Analyse sehr hilfreich ist, und einem den Einsatz von Timestamps als SubID erspart. Den Referrer gibt´s nur bei Adbutler und online bei Superclix, Informationen zu den [...]
Am 28. Juli 2009 um 20:53 Uhr
Hi, nicht schlecht, was man mit SubIDs alles machen kann. Auch, wenn der Beitrag schon etwas älter ist, ist das für mich noch ziemlich neu. Ich hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich hier eine Frage stelle. Wenn dies nicht der richtige Ort dafür ist, verweise mich gern an ein Forum und lösche diesen Eintrag.
Wenn ich ein Affiliate-Netzwerk starten möchte und zunächst mal Werbemittel von großen Netzwerken in meine Seite einbinde, meine Partner dann mit meinen eigenen Werbemitteln ausstatte und tracken möchte, ob über Partner X (und meinen Link sowie anschliessend über den von z. B. Affilinet) ein Lead generiert wurde, könnte ich dann ähnlich vorgehen, beispielsweise seine PartnerID, die er von mir erhalten hat, automatisch in den Werbelink von Affilinet einbinden?
Vielleicht ist das ja auch völliger Blödsinn, was ich da schreibe. Über eine Antwort würde ich mich trotzdem sehr freuen.
Am 29. Juli 2009 um 07:59 Uhr
Klar kann man das so machen. Machen auch ein paar kleine Netzwerke so. Auch Bonussysteme funktionieren so.