Wie man als Affiliate seinem Merchant negative Presse bescheren kann…
…zeigt gerade ein Affiliate des schweizer Lebensmittel-Shops LeShop.ch, dem Online-Shop der Supermarkt-Kette Migros.
Bei styropor.digital bin ich auf die Geschichte gestoßen, dass bei der Suche nach Coop (ebenfalls ein schweizer Supermarkt) eine Anzeige für LeShop bei den AdWords erscheint. Was jedoch weder der Presse (die Tageszeitung heute berichtete darüber) noch den eidgenössischen Bloggern aufgefallen ist: die Anzeige läuft über Tradedoubler – wird also nicht von Migros selbst, sondern von einem Affiliate geschaltet. Umso verwunderlicher, dass die Anzeige nach Tagen noch immer online ist.
Wenn die Anzeige von Migros selbst käme, könnte man unter Umständen noch den Leitsatz “es gibt keine schlechte Presse” geltend machen. Aber für den Affiliate kann das einfach nur teuer werden. Bin mal gespannt, ob man davon noch was hört.
Nachdem Kollegen von Tradedoubler hier wohl mitlesen weiß man dort auch spätesntens jetzt bescheid. Das wirft für mich die Frage auf, ob ein Netzwerk in solchen Fällen etwas unternehmen müsste? Ich würde vermuten, dass das von der vertraglichen Konstellation abhängt. Wenn ich richtig liege, ist gerade Tradedoubler bei der Sache fein raus. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Netzwerken haben Affiliate und Merchant hier ein direktes Vertragsverhältnis.
Naja, nächste Woche auf der OMD kann ich ja gleich mal nachfragen.
Nachtrag: Ich könnte mir vorstellen, dass das Ganze vom Affiliate garnicht mal beabsichtigt ist. Er hat möglicherweise nur leshop als broad match gebucht – und wird so auch bei coop geschaltet. Das wäre wohl doch etwas stümperhaft – aber der Anzeigentext macht ja auch nicht gerade einen professionellen Eindruck.
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Am 25. September 2007 um 00:15 Uhr
Tatsächlich gibt es durchaus vermehrt Beispiele, wo Mitbewerber die Markennamen der Konkurrenz sowohl in Adwords Werbungen als auch auf der eigenen Seite (hier wohl zu unrecht) verwenden.
Ein deutsches Gericht hat dazu bereits ein Urteil abgegeben und diese Art von Werbung untersagt, sofern ein Produkte- oder Markenname nicht im Rahmen eines redaktionellen Beitrags genannt wird.