Zanox Fingerprint Tracking

In diesem Blog habe ich ja noch nicht wirklich viel positives über zanox geschrieben. Dass ich mit zanox so meine Problemchen habe, hatte ich ja schon mal erwähnt. Aber da ich generell doch um Objektivität bemüht bin, freut es mich, auch mal was positives über das Berliner Affiliate Netzwerk schreiben zu können.

Janett Krauße war so nett, mir einige Fragen zum Thema Fingerprint Tracking zu beantworten, dass bei zanox seit einiger Zeit zum Einsatz kommt. Denn außer der Tatsache, dass es zum Einsatz kommt, konnte ich nirgends Informationen darüber finden.

Zur Funktionsweise hatte mir Frau Krauße ja schon davor als Richtigstellung zu einem frühren Beitrag ein bisschen was verraten: der Fingerprint von zanox wird aus “IP-Adresse, Browser- und Konfigurationsdaten des Computers” generiert. Diese Methode gewährleiste “eine korrekte Zuordnung auch ohne Cookies und Session-Tracking”.

Folgende weitere Fragen konnte mir Frau Krauße dann dankenswerter Weise noch beantworten:

Wird Fingerprint-Tracking bei allen Merchants eingesetzt?
“zanox-seitig ja, aber nicht alle Merchants unterstützen dies. Besonders wenn der zanox Trackingpixel nicht permanent vom Merchant angezeigt wird, funktioniert Fingerprint Tracking nur dann, wenn das Tracking 100% nach unseren Vorgaben integriert wurde.”

Ist es für den Affiliate irgendwie ersichtlich, ob es bei einem Merchant eingesetzt wird? Gibt es vielleicht eine Liste der Partnerprogramme, die mit Fingerprint arbeiten?
“Es ist für den Affiliate nicht ersichtlich, bei welchem merchant das Fingerprint Tracking funktioniert und es gibt auch keine Liste. Genaue Infos zu speziellen Merchants gibt es auf Anfrage. ”

Wird der Fingerprint nur als zusätzliches oder teilweise auch als einziges (session-übergreifendes) Tracking-Verfahren verwendet?
“Es wird zusätzlich zu Session- und Cookietracking angewandt.”

Die für mich interessanteste Frage, wieviele Sales denn zusätzlich durch das Fingerprint-Tracking erfasst werden, konnte Frau Krauße leider nicht beantworten, da es hier noch keine ausreichend validen Zahlen gäbe. Ich gehe aber davon aus, dass sich das in dem Bereich bewegt, den Superclix einmal in einem Newsletter erwähnt hatte (3-4%).

Ich sollte mich wirklich mal zu einem Test durchringen, um zu sehen, ob aufgrund des Fingerprint-Trackings tatsächlich mehr Sales erfasst werden, als bei Mitbewerber affilinet. Dort wird – zumindest nach meinem Wissensstand – bisher kein Fingerprint-Tracking eingesetzt.


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15 Reaktionen zu “Zanox Fingerprint Tracking”

  1. Henning

    Bei zanox sehe ich in den Sale-Statistiken ab und zu den Zusatz “recovered” – ist das dann so ein Sale, der nachträglich per Fingerprint noch “gerettet” wurde?

    Ein Frage, die mich persönlich interessiert: Wieviel Umsatz muß man eigentlich machen, um endlich mal einen AdRank von 6,0 und höher zu erreichen, und somit in den Premium-Publisher Bereich zu gelangen?

    Weiß das jemand? Vielleicht könnte Frau Krauße ja hier auch direkt antworten.

  2. Markus

    Wenn nicht, kannst du sie ja auch nächste Woche in Nürnberg fragen ;)

    Was das recovered bedeutet, würde mich jedenfalls auch interessieren.

  3. Henning

    Kann eigentlich nix anderes sein. Schade, daß zanox hier nichts schreibt. Ping die doch mal an ;-)

  4. Henning

    Eben hat Frau Krauße bei meinem Xing Profil vorbeigeschaut – Zufall? ;-)

  5. Peter

    Leute, springt nicht auf diesen PR-Zug von Zanox auf. Stand ist dass so ziemlich keiner der großen Merchants Fingerprint integriert hat. Ich kenne jedenfalls keinen.

    Grund: Die Merchants haben eine Cookie-Weiche und zeigen nur den Tracking-Code des ersten oder letzten Affiliate-Netzwerks des Users an. Würde man ständig alle Codes aller Netzwerke einblenden kann es passieren, dass man eine Transaktion bei mehreren Netzwerken vergüten muss.

    Weitere Grunde gegen Fingerprint-Tracking gibts in meinem Blog:
    http://www.affiliatetracking.de/2007/04/27/fingerprint-tracking/

    War mit Janett Krauße übrigens letzte Woche zum Abendessen.

  6. Henning

    Du warst mit Frau Krauße Abendessen und rätst jetzt von zanox ab?! Ich war letzte Woche mit Nils Römeling Mittag essen – und rede in meinem Blog nur positiv über Webgains. Vielleicht kann er besser überzeugen? Obwohl Frauen das doch eigentlich noch besser können als Männer ;-)

  7. Markus

    >Grund: Die Merchants haben eine Cookie-Weiche und zeigen nur den Tracking-Code des ersten oder letzten Affiliate-Netzwerks des Users an.

    Du schreibst das so, als würden das alle einsetzen. Das ist aber bei weitem nicht der Fall. Das weiß ich deshalb, weil ich sehr viel mit manuell zusammengestöpselten Deeplinks arbeite – je nachdem wo was getracked wird, sieht man dann gleich, ob eine solche Weiche vorhanden ist oder nicht. Weil bei diesen Deeplinks der dafür notwendige Parameter idR nicht übergeben wird.

  8. SuperClix

    Es ist schön, daß sich Affiliates mit den Trackingmethoden immer mehr auseinandersetzen und mittlerweile nicht mehr alles akzeptieren.

    Korrekt – diese erwähnte “Cookie-Weiche” nennt sich eigentlich “Parameter-Tracking” und setzen meist Agenturen ein (aber nicht alle), alternativ gibt es auch das “Session-Tracking”, das man leider nicht direkt an der URL erkennen kann. Bei beiden Methoden wird der Trackingpixel vom Netzwerk nur dann eingeblendet, wenn tatsächlich anhand des Parameters oder der Session der Aufruf über das Netzwerk kam, zusätzlich gibt es meist auch noch Drittcookies von Agenturen, die aufgrund fehlender oder ungenauer Datenschutzerklärung (nicht P3P-kompatibel) von vielen Besuchern automatisch abgelehnt werden (Mittlere Sicherheitseinstellungen im IE).

    Beide Tracking-Methoden sind leider sehr unzuverlässig, da Besucher, die Preise vergleichen oder den Anbieter anhand der Websuche prüfen, beim erneuten Besuch eine neue Session, einen neuen Parameter oder gar keinen Parameter bekommen, und so kein Trackingpixel eingeblendet wird…

    Da bei SuperClix gemäß den Nutzungsbedingungen 90 Tage bei Sales und Signups garantiert werden, akzeptiert SuperClix kein Parameter-, Session- oder Non-P3P-Cookie-Tracking, der Trackingpixel von SuperClix muß immer eingeblendet werden, dies wird von uns beim Start und auch immer wieder neutral kontrolliert und ggf. aus “technischen Gründen” pausiert.

    Der Grund für die Agenturen ist eigentlich ganz neutral und nicht böswillig gedacht, denn so werden eben Mehrfach-Provisionen oder Betrug grundsätzlich ausgeschlossen. Allerdings werden eben durch dieses Tracking auch einige Provisionen eben nicht erfasst, obwohl der Besucher innerhalb von 30-90Tagen (je nach Cookie-Laufzeit) einen Sale (Kauf) oder eine Anmeldung (Signup bzw. Lead) tätigt, was sicher auch nicht ok ist.

    Obwohl wir bei SuperClix auf eine dauernde Einblendung des Trackingpixels achten, kommen Mehrfachprovisionen sehr selten vor (gerade mal 2 Fälle letztes Jahr bei uns bei über 1.000.000 Transaktionen jeden Monat), da eben der normale Besucher nur selten nochmals auf einen Banner oder Link eines anderen Netzwerkes klickt, wenn er es vorher schon getan hatte. (Ausnahme: Cookie-Spamming bzw. bewußtes mehrfaches Klicken, diese Personen werden aber durch diese Doppel-Provisionen entdeckt und können so ggf. gesperrt werden.)

    Nachteil unserer Methode: Der Anbieter muß die Provisionen und Datensätze manuell bzw. automatisch gegenkontrollieren bzw. abgleichen, was aber anhand der Export-Möglichkeiten, die alle Netzwerke bieten, kein Problem sein sollte.

  9. Henning

    Habe gerade was zum Zanox AdRank geblogged – welchen Adrank habt ihr denn eigentlich so?

    http://affiliate.blogger.de/stories/829634/

  10. Las

    @Henning
    Registrieren vor dem kommentieren nervt. Ich kommentiere dann lieber hier oder gar nicht.

  11. Henning

    War das jetzt dein Kommentar? Inhaltlich hoch interessant ;-)

    Natürlich ist es ein kleiner 2-Sekunden-Aufwand. Doch ich will meinen Blog nicht umziehen von blogger.de weg, weil ich dann zig Backlinks verliere. Dann lieber weniger Kommentare.

  12. Ronny

    @ Markus,

    kaum zieht man sich mal für ein paar Tage von Affiliates Bloggerszene zurück, muss man dein unschönes Erlebnis mit google lesen. An dieser Stelle wünsche ich dir – einen wie auch immer gearteten – glücklichen Ausgang!

    Noch meine bescheidene Meinung zu Sperrung deines Adwords-Accounts. Ich habe schon gelesen, dass du 100-ig davon ausgehst, dass die direkte Weiterleitung – also der Aff.-Link als Ziel-URL – nichts damit zu tun, m.E. war aber genau dies der Grund der Deaktivierung. Denn soweit mir bekannt, wurde genau dies vor über einem Jahr verboten.

    @ Henning,

    ich gehe davon aus – ohne es genau zu wissen- , dass Sale die mit “recovered” gekennzeichnet sind, Sales sind, die nicht innerhalb der ersten Session, sondern in der nachfolgenden Cookie-Laufzeit getätigt wurden.

  13. Markus

    Danke für die Erläuterungen @Superclix. Ich hatte zu dem Thema vor längerer Zeit auch schon mal was geschrieben: http://my.affiliate-life.at/sessionabhangiges-cookie-tracking

    @Ronny
    Der Grund für die Deaktivierung wurde ja genannt und warum sollte man da einen falschen Grund angeben? Die zuletzt geschaltete Kampagne hat ja auch tatsächlich gegen die Richtlinien bzgl. der Schaltung von Anzeigen mit erotischen Inhalten mit Zielland Deutschland verstoßen. Das steht ja außer Frage.
    Und das die direkte Weiterleitung auf Merchant-Seiten bei AdWords verboten ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Da wäre Google doch der Feind seines eigenen Geldes. Dieses Verbot würde Google eine Menge Geld kosten (denn definitv machen das ja doch einige Affiliates) aber nichts bringen. Zumindest kann ich darin keinen Vorteil für Google erkennen. Aber ich werde morgen meien neuen Account anlegen und mir bei der Gelegenheit vorher die Richtlinien ganz genau durchlesen.

  14. Ronny

    @ Markus,

    ach so, in den ” Textbaustein – Mails ” wurde er Sperrgrund schon konkret benannt, so hatte ich es nicht raus gelesen. Sorry!

    Aber ehrlich, ich finde auch einfach keinen Beitrag mehr, der sich mit dem dem Verbot eines Aff.-Links als Ziel-Url befasst hat. Und dabei war ich felsenfest davon überzeugt, dies im Zusammenhang mit der 2006-er Anpassung der Richtlinien bzgl. Landingpages gelesen zu haben. Naja, zu schnell auf dein Post geantwortet, hätte vorher mal erst danach suchen sollen.

    Schon mal in deine Stats geschaut, ob adwords – kurz vor der Sperrmail – mal deine anderen Projekte “persönlich” besucht hat?

    @Superclix,

    noch mal was zum eigentlichen Topic. Habt ihr auch Probleme ” Google Cache Klicks ” richtig zu bewerten, sprich, diese als gültige Klicks zu zählen ?
    Und, die 90 Tage Cookie-Laufzeit für Sales akzeptiert wirklich jeder der euch ” angeschlossenen ” Merchants?

  15. Markus

    Kein Problem. Jetzt wo du es sagst, kann ich mich nämich auch erinnern, das ich einmal glaubte, davon gelesen zu haben. Und irgendwann hab ich dann mal nachgesehen und nichts dementsprechendes in den Guidelines gefunden. Ist aber schon eine ganze Weile her. Möglicherweise gab´s dieses Verbob also – wenn, dann aber wohl nur kurz.

    >Schon mal in deine Stats geschaut, ob adwords – kurz vor der Sperrmail – mal deine anderen Projekte “persönlich” besucht hat?

    Wie erkenne ich die? Am Referrer oder haben die einen best. User Client?

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